Museen

Museen mit Schwerpunkt Drehleier

Musée de Musiques Populaires (MuPop), Montluçon

Vormals Musée de la Vielle. Mit einer Sammlung von über 80 historischen Drehleiern, einer Vielzahl von Druckgrafiken sowie Materialien und Werkzeugen für den Drehleierbau, ist das Musée des Musiques Populaires (MuPop) in Montluçon ein Muss für alle, die sich mit diesem Instrument befassen. Ob als Musiker, Forscher, Instrumentenbauer oder einfach nur als Liebhaber der Musik von Drehleier und Dudelsack. Die Ausstellungen umfassen darüber hinaus reichhaltige Sammlungen anderer populärer Musikinstrumente, darunter auch rund 200 Dudelsäcke.

Maison du Luthier – Musée à Jenzat (Allier)

Ein kleines, aber sehr feines Drehleier-Museum ist das Maison du luthier – Musée à Jenzat (Allier). Es befindet sich im ehemaligen Haus des Drehleierbauers Jaques Antoine Pajot (1845-1920), das sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Werkstätten anderer berühmter Instrumentenbauer befindet. Neben der Ausstellung von Drehleiern werden auch die Werkstatt samt Einrichtung einschließlich der Werkzeuge gezeigt. Hier beeindruckt, unter welchen – aus heutiger Sicht – einfachen räumlichen Verhältnissen wunderbare Instrumente entstanden sind. Der kleine Ort nahe Vichy gilt als Zentrum des Drehleierbaus im 19. Jahrhundert, doch auch weit in das 20. Jahrhundert hinein. Bereits ab 1795 wurden in Jenzat Drehleiern gebaut. Tausende der Instrumente nahmen von dort ihren Weg nach ganz Frankreich und über die Landesgrenzen hinaus. Kurator des Museums ist der Ethnologe J.-F. Chassaing, akribischer Forscher zur Drehleier in Frankreich und deren Verbreitung und Autor zahlreicher Bücher und Fachartikel zu diesem Thema.

Musée George Sand et de la Vallée Noire

Im Jahr 2013 erhielt das Musée George Sand et de la Vallée Noire in La Châtre eine außergewöhnliche Spende: 40 (!) Drehleiern aus dem 17. bis zum 20. Jahrhundert aus der Sammlung von Michèle Fromenteau, Gründerin der  „Rencontres internationales de luthiers et maîtres sonneurs de Saint-Chartier“,  und ihres Ehemannes Maurice Bourg. Erstmals öffentlich zugänglich im Rahmen der Sonderausstellung „Les Belles Vielleuses. La femme et la vielle à roue du XVIIIe siècle à nos jours“ in Château d’Ars, Lourouer Saint Laurent, La Châtre (Indre), 2014.